Achtsamkeit und Selbstregulation

Hilfe durch Training des eigenen Empfindens

Achtsamkeits-Training: Achtsamkeit und Übungen dazu entstammen ursprünglich aus der fernöstlichen, buddhistischen Meditation und bedeuten, sich selbst und die Umwelt im Hier und Jetzt zu erleben und anzunehmen - ohne zu meinen, sich oder andere ständig bewerten und beurteilen zu müssen. Dadurch gelingt es, unterschiedliche psychische Probleme zu minimieren (s.u.).

 

Dies gelingt dadurch, dass man seine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt, auf das, was gerade passiert richtet. Durch Achtsamkeitstraining bei uns in Bonn erkennt man die mit einer Situation verbundenen Emotionen. Negative, wie: "Ich bewerte gerade wieder mich oder jemand anderen. Ich/Er/Sie macht wieder alles falsch". Oder positive Gefühle: "Das tut mir gerade wirklich gut. Ich fühle mich gut dabei. Wie schön ist das, was ich gerade tue oder mir passiert". Diese - positiven - Emotionen wollen wir in der Psychotherapie in Bonn durch Übungen verstärken.

 

Achtsamkeit, das Achten auf das Hier und Jetzt, ist der Schlüssel für Selbstakzeptanz und Selbstachtung, für Selbstmitgefühl und für das Mitfühlen mit anderen. Der Alltag lässt sich besser meistern, Sie finden Ruhe, Entspannung, sind mit sich und anderen "im Reinen". Diese Form der offenen, freundlichen, zugewandten Wahrnehmung lässt sich durch Übungen in Ihren Alltag integrieren.

 

Achtsamkeit, also die wertfreie Beobachtung des Augenblicks, reduziert erwiesenermaßen Stress und psychosomatische Schmerzen. Im Achtsamkeitstraining in Bonn lernen Sie, den Augenblick zu genießen - ohne sich über das Vergangene zu ärgern oder sich Sorgen um die Zukunft zu machen. Unser Therapieverfahren ist dabei das ]MBSR = Mindfulness based stress reduction. Es basiert dabei auf zwei Einwirkfaktoren: Einmal Techniken zur Angstvermeidung, zweitens auf der Stärkung der eigenen Persönlichkeit und auf dem Aufbau der Robustheit in der Beziehung mit Mitmenschen.

 

Depressionen / Burnout: Menschen mit depressiven Gedanken / Beschweren (dazu gehört übrigens auch der Bereich Burnout / Burn Out) ziehen sich immer stärker aus der Umwelt zurück, soziale Kontakte werden vernachlässigt, Tätigkeiten und Hobbys werden eingestellt. Ein Teufelskreis beginnt - sie fühlen sich immer weiter isoliert und ausgegrenzt. Durch Psychotherapie wird versucht, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, etwa durch Übungen, die negative Gedanken minimieren.  

Auch bei Angststörungen / Angsterkrankung gibt es bestimmte psychotherapeutische Maßnahmen und Übungen. Etwa durch bewusste Atemtechniken, auf die man sich -etwa wenn man eine Panik-Attacke spürt - konzentriert, und eben dadurch nicht mehr auf den Auslöser der Angst. Dies hilft, die Gedanken vom Angstauslöser wegzulenken.

 

Essstörungen (z.B. Magersucht / Bulimie): Zuvor steht ein Ausschluss von körperlichen Ursachen. Dann geht es darum, durch die Verhaltenstherapie die mit dem Essen verbundenen Befürchtungen zu bearbeiten, etwa Sorgen bzgl. Gewichtzunahme, Veränderungen des Aussehens. Weiterhin erlernt der Patient, seinen Körper anders zu bewerten - die Aktzeptanz des eigenen Körpers, die Steigerung des Selbstwert-Gefühls.

Bei der Bulimie beispielsweise belegen zahlreiche Studien die gute Wirksamkeit der Verhaltenstherapie. Bei etwa 50% der Patientinnen wird Symptomfreiheit und bei weiteren 20-30% der Patientinnen eine deutliche Besserung erreicht.

 

Beim sogenannten Borderline-Syndrom herrschen beim Betroffenen innere Konflikte vor, die sich häufig in Form von Selbstverletzungen oder Aggression gegenüber Familienmitgliedern, Partnern oder Fremden äussern. Hier hilft die Verhaltenstherapie, weil der Patient lernt, die gestörten Handlungsmuster zu erkennen und dann zu "verlernen". Der Patient erkennt, was ihn zum negativen Handeln treibt - und kann dann sinnvolle, nicht verletzende Alternativen zur Bewältigung des Konfliktes anwenden. 

Voraussetzung dafür ist es, dass der Patient im Kontakt mit dem Therapeuten ersteinmal eine stabile Basis erhält, um Selbstkontrolle zu erhalten. Dies wird durch spezielle Übungen erreicht. 

 

ADHS (das sogenannte Aufmerksamkeits-Störungs-Syndrom) gibt es auch bei vielen erwachsenen Personen. Dies äussert sich bei ihnen etwa in der Arbeit durch häufige "Flüchtigkeitsfehler". Es fällt ihnen schwer, die Konzentration auf Dinge oder Aufgaben zu fokussieren, es werden Tätigkeiten begonnen, aber nicht beendet, da die Betroffenen äusserst leicht ablenkbar sind.

Mit dem Einsatz verhaltenstherapeutischer Techniken wird ein spezielles Training verfolgt: Also etwa neue Strategien zur Planung oder Organisation von Tätigkeiten, die Ausblendung von ablenkenden Denkmustern.