Anpassungsstörungen - Hilfe und Therapie

Reaktion auf zu großen Stress

Täglich müssen Menschen mit belastenden Situationen umgehen. Dabei gibt es sehr individuelle Unterschiede, wie sie auf Belastungen reagieren. Gelingt es nicht, die Belastungen angemessen zu verarbeiten und Bewältigungsmöglichkeiten für derartige Erlebnisse zu entwickeln, können Anpassungsstörungen auftreten.

 

Anpassungsstörung bezeichnet man die zeitlich in einem Zusammenhang mit Belastungen stehende psychische Störung des Wohlbefindens bzw. der Leistungsfähigkeit. Anpassungsstörungen zeigen sich über unterschiedliche Symptome wie eine depressive Verstimmung, Schlafstörungen, Angststörungen oder eher körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Magen-Darm-Symptome.

 

Allgemein ausgedrückt ist also eine Anpassungsstörung eine Reaktion auf Stress mit einer erheblichen Beeinträchtigung im Alltag. Häufig treten hierunter Symptome der Angst, Depression und oder Schlafstörungen auf. In schweren Fällen können auch Selbstmordgedanken auftreten.

 

In der Behandlung wird man dann einerseits die Ursachen der Problematik ergründen und schauen, ob bereits früher ähnliche Probleme bzw. Störungen des Wohlbefindens vorlagen. Andererseits werden neue Strategien zum Umgang mit Anforderungen und Belastungen erarbeitet, sowie Hilfen zur Stressbewältigung und Entspannung zum Vermeiden einer erneuten Anpassungsstörung erlernt.

 

Zur Behandlung können speziell Methoden der sog. achtsamkeitsbasierten Stressreduktion hilfreich sein. 

 

In der Verhaltenstherapie wird insgesamt versucht, dem Klienten neue Bewältigungsmöglichkeiten für Problemlagen zu vermitteln und damit die sogenannte Selbstwirksamkeitsüberzeugung bzw. Kontrollerleben zu stärken.