Psychomotorik - Einsatz und Therapie

Besserer Zugang zu sich und anderen durch Bewegung

Psychische Vorgänge wie z. B. Emotionalität oder Konzentration, aber auch die individuelle Persönlichkeitsstruktur, beeinflussen die Bewegung des Menschen. Diese kausale Verknüpfung wird Psychomotorik genannt.

 

Psychomotorik fand erstmals in Form von heilpädagogischem Turnen in den 1920er Jahren Anwendung. Als Gründer der Psychomotorik in Deutschland gilt Dr. Ernst Kiphard. Weltweit entwickelten sich mehrere Psychomotorik-Schulen mit unterschiedlichen Ansichten.

Ihnen ist gemein, dass sie durch das Medium der Bewegung versuchen, den Patienten eine Erschließung seiner persönlichen und sozialen Umwelt zu ermöglichen. Demnach steht jeder Bewegungsvorgang mit psychischen Prozessen in einer wechselseitigen Beziehung. Motorische, emotionale, psychische und soziale Prozesse sollen durch psychomotorisches Arbeiten verknüpft werden. Psychomotorische Übungen können sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen angewendet werden.

 

Als Psychomotorik wird also die durch psychische Vorgänge beeinflussbare Gesamtheit eines Bewegungsablaufes bezeichnet.