Sexuelle Probleme - Rat und Hilfe

Therapie, damit sich die sexuelle Störung nicht weiter verfestigt

Sexuelle Störungen gehören zu den sehr häufig auftretenden psychischen Problemen.
Heute geht man davon aus, dass rund die Hälfte aller Paare während ihres Lebens durch eine sexuelle Störung beeinträchtigt wird.


Dabei wird angenommen, dass eine sexuelle Störung immer Auswirkungen auf die Partnerschaft hat.
Umgekehrt haben auch Probleme, die in der Partnerschaft auftreten, häufig auch sexuelle Probleme zur Folge.
Sexuelle Störungen betreffen Frauen und Männer gleichermaßen.

 

Es kann die folgende Gruppierung (auf heterosexuelle Beziehungen ausgerichtet) getroffen werden:

 

  • Appetenzstörung (geringes oder fehlendes sexuelles Verlangen, Abneigung)
  • Sexuelle Aversion (Angst oder Ekel vor Sexualität)
  • Erektionsstörung (herabgesetzte Gliedsteife)
  • Erregungsstörung (herabgesetzte Scheidenfeuchtigkeit)
  • Vaginismus (Scheidenkrampf)
  • Schmerzhafter Geschlechtsverkehr (Schmerzen, Scheidenkrampf)
  • Vorzeitiger, verzögerter oder ausbleibender Orgasmus (Orgasmusschwierigkeiten, ausbleibende Ejakulation)
  • Nachorgastische Verstimmung

Ursachen von sexuellen Störungen

 

Je nach Problemlage ist die Wahrscheinlichkeit, dass körperliche Ursachen für die sexuellen Probleme verantwortlich sind, unterschiedlich.


Somit ist vor jeder psychologischen oder psychotherapeutischen Intervention eine gründliche fachärztliche Untersuchung angebracht, um Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Hormonstörungen, oder ähnliches abzuklären.


Für die Entstehung und Aufrechterhaltung von sexuellen Störungen sind immer mehrere Ursachen verantwortlich.
Dabei können genussfeindliche Einstellungen bezüglich sexuellen Verhaltens, negative sexuelle Erfahrungen, Unsicherheit oder negative Erwartungen, traumatische Erfahrungen / sexuelle Grenzüberschreitungen oder dauerhafte Belastungen (Stress) Ursachen für sexuelle Probleme sein.